ZU SCHÖN UM WAHR ZU SEIN

In der Advents- und Weihnachtszeit begegnen uns öfters Engel, die Botschaften von Gott überbringen. Ob sie so aussehen, wie der kitschige Engel auf dem Bild? Keine Ahnung, die Bibel lässt da viel Raum für Phantasie. Was ich aber weiß: zu allen Zeiten erschien den Empfängern Gottes Botschaft so verwunderlich und unglaublich, dass sie Zweifel hatten, ob sie wohl stimmen könnte.

Überraschend: Gott kann damit umgehen. Er hat Verständnis für uns und geht liebevoll auf Nachfragen ein. Er begegnet den Zweiflern in ihrem Wunsch nach mehr Sicherheit. Er tut das, weil er möchte, dass jede und jeder wieder Hoffnung haben kann, dass es besser, gut, ja sogar wunderbar wird.

Wenn du diese Hoffnung schon hast, umso besser. Dann sei ein Zeichen dieser Hoffnung in deinem Umfeld. Werde anderen mit kleinen Zeichen zum Engel. Vielleicht hörst du dann von ihnen so etwas wie „Dich schickt der Himmel!“.

JEDER MENSCH BRAUCHT VERGEBUNG

Man muss nur lang genug suchen, dann findet man bei jedem Menschen schwarze Flecken auf der weißen Weste: geschönte Lebensläufe, abgeschriebene Doktorarbeiten, manipulierte Meinungsumfragen. Nicht nur heutige Politiker, auch die Helden der Bibel sind davon betroffen. Hier einige der Verfehlungen von König David: Machtmissbrauch, Auftragsmord, Ehebruch, Vertuschung. Bestraft ihn Gott dafür mit Feuer und Schwefel? Nein, er macht ihm seine Schuld bewusst und vergibt, als David ernsthaft bereut.

Was mich das lehrt? Auch ich stehe in der Gefahr verblendet zu sein und mein Fehlverhalten gar nicht wahrzunehmen. Und: Gott  verurteilt Haltungen und Handlungen, nicht Menschen. Er gibt jedem und jeder neue Chancen.

KANN DENN WEISHEIT SÜNDE SEIN?

Ihr kennt wahrscheinlich die Geschichte, die Menschen im Paradies ließen sich verführen, die köstlichen Paradiesäpfel vom verbotenen Baum zu probieren. Die Schlange versprach ihnen: „ihr werden sein wie Gott und selbst erkennen, was gut und schlecht für euch ist.“

Seitdem lebt kein Mensch mehr im Paradies und wir müssen wirklich selbst erkennen, was gut und schlecht für die Schöpfung ist. Schwere Aufgabe, die die Menschheit ziemlich versemmelt hat bisher. Man denke nur an Kriege, Klimaerwärmung, Ausbeutung, Umweltverschmutzung, Artensterben. Finden wir einen Rat in Gottes Wort? Respekt vor dem Schöpfer ist der Anfang der Weisheit, lesen wir. Gott findet das Streben nach Weisheit gut.

Wir werden aus eigener Kraft nicht ins Paradies zurückkommen, aber hier sind drei Vorschläge zum Tun:

  1. Jeder noch so kleine Beitrag zur Bewahrung der Schöpfung zählt.
  2. Die Erkenntnisse der Wissenschaft als Geschenk von Gott annehmen.
  3. Gottes Wort immer wieder neu zuhören, um seine Weisheit und Weisung immer besser zu verstehen.

HERR, SCHICK HIRN

Herr, schick Hirn? Stop! Ganz falsch. „Herr, gib mir Weisheit“ sollte es heißen. Nicht nach Macht, Ruhm, Ansehen, Schönheit, Wissen, teuren Uhren, Autos und protzigen Ringen streben, sondern Gottes weisen Weisungen folgen, damit es uns gut geht. Wie gut, dass Gott selbst dabei hilft: durch Jesus als Vorbild und den heiligen Geist, der uns leitet. Trotzdem – eine Lebensaufgabe.

„Herr, gib mir die Gelassenheit, Dinge anzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“

(Reinhold Niebuhr zugeschrieben)

DER INTER-RELIGIÖSE RUNDE TISCH – WIR SIND DABEI

Beim Inter-Religiösen Runden Tisch (IRRT) handelt es sich um einen Zusammenschluss religiöser Gemeinschaften und Gruppen in Köln Mülheim mit dem erklärten Ziel, das friedliche Zusammenleben, das gegenseitige Kennenlernen und das Gespräch zu pflegen und zu fördern. Zurzeit hat die Gruppe 9 Mitglieder aus den folgenden Bereichen: Buddhisten (1 Gemeinschaft) Christen (4 Gemeinschaften) und Muslime (4 Gemeinschaften).

Auch unsere Gemeinde ist mit einer Vertreterin dabei. Der Dialog ist geprägt von Freundlichkeit und Respekt. Die Vertreter*innen geben das gewonnene Wissen in ihren Glaubensgemeinschaften weiter. Vor der Corona-Pandemie wurden auch öffentliche Veranstaltungen wie Themenabende durchgeführt, dies soll wieder aufgenommen werden. Basis der Zusammenarbeit ist ein Kooperationspapier.

Bereits seit Oktober 1998 existiert der Inter-Religiöse Runde Tisch. Er entstand im Rahmen des „Kooperationsprojektes Keupstraße“, das zeitweise durch das Land NRW gefördert wurde. Unmittelbare „Gründungsinstanzen“ waren Frau Richter vom Interkulturellen Dienst Mülheim in Kooperation mit Herrn Schleicher vom Interkulturellen Referat der Stadt Köln. Engagiertes Gründungsmitglied war auch Pastor Bernd Densky, der damals in unserer Gemeinde tätig war.

Mehr Informationen zu dem Dialog und auch zwei Videos gibt es auf der Internetseite. Zum Video

 

WENN JESUS DICH TRIFFT …

Jede und jeder von uns hat in einer Art ein „schweres Los“ zu tragen: wir leiden an den Umständen, unserer Kindheit, unseren Mitmenschen, unseren eigenen Unarten. Wenn Jesus dich trifft und du ihm begegnest, geschehen Wunder. Du wirst das „Schwere los“. Du fühlst dich „schwerelos“, unbeschwert, befreit, fröhlich. Wie das passiert? Gottes Geheimnis. Der Zollbeamte Zachäus hat es erlebt, als er Jesus in sein Haus ließ, nachzulesen beim Evangelisten Lukas im Kapitel 19. Du kannst das auch heute noch erleben. Trau dich einfach, Jesus reinzulassen, wenn er anklopft.

GOTTESDIENST VOR ORT UND ONLINE

Wenn du den Gottesdienst vor Ort feiern möchtest, dann komm gern in die Salzstraße!  Um dich und andere zu schützen, gelten dafür diese Hygieneregeln. Die Plätze für dich und die Angehörigen deines Haushaltes kannst du hier reservieren.

Unsere Gottesdienste übertragen wir live ins Netz. Du kannst also ohne Probleme dabei sein, ohne vor Ort sein zu müssen. Der Stream ist schon einige Minuten vor dem Beginn online. Du kannst den Gottesdienst auch noch einige Tage später anschauen. Berücksichtige dann, dass du vorspulen musst, bis es wirklich losgeht.

SINGEN MACHT SPASS – KOMM ZUM CHOR

 

Hast du Lust mit anderen unter professioneller Anleitung zu singen? Dann komm zu uns in den Chor!

Wir sind eine Gruppe von ungefähr zehn Sänger*innen, die gemeinsam mit unserem Chorleiter Georg neue und alte christliche Chorliteratur einüben. Du musst dafür kein(e) ausgebildete(r) Sänger*in sein, sondern brauchst einfach nur Spaß an der Musik und an Zeit mit anderen Leuten. Wir freuen uns auf dich!

Wir treffen uns immer mittwochs (20:00, am Wendehammer bei „Rheinsaal“ klingeln), außer es sind Schulferien.

BITTE AUSPACKEN!

Der Oktober entwickelt sich zum Geschenkemonat. „So sehr hat Gott die Welt lieb, dass er seinen Sohn opferte, damit alle, die das glauben, erlöst werden“ (Joh, 3, 16). Das ist Gottes größtes Geschenk an uns.

Geschenke muss man auspacken. So ist das mit dem „Glauben“ auch. Nicht nur darüber nachdenken, du musst es ausprobieren, ob Gott dich in allen Lebenslagen begleitet, wenn du darauf vertraust. Dann kann aus dem „ob“ ein „dass“ werden.